<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>SY-Seraphina &#187; Allgemein</title>
	<atom:link href="http://www.sy-seraphina.com/category/allgemein/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.sy-seraphina.com</link>
	<description>Geschichten vom Wasser...</description>
	<lastBuildDate>Mon, 26 Dec 2011 08:54:14 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Olhão &#8211; Zum Fest</title>
		<link>http://www.sy-seraphina.com/2011/12/26/olhao-zum-fest/</link>
		<comments>http://www.sy-seraphina.com/2011/12/26/olhao-zum-fest/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 08:53:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sy-seraphina.com/?p=415</guid>
		<description><![CDATA[
Ich habe uns heute schon ein Geschenk gemacht. Ein X-mas- oder Weihnachtsgeschenk,wie man das auch sehen will. Auf jeden Fall eine Menge Schwierigkeiten vermieden.
Suzanne fragte doch immer, ob das wohl not täte, daß ich die Püttinge am Großmast änderte &#8211; so viel zusätzliche Arbeit und so. Ich habe das ja vorgestern dann eben gemacht, für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich habe uns heute schon ein Geschenk gemacht. Ein X-mas- oder Weihnachtsgeschenk,wie man das auch sehen will. Auf jeden Fall eine Menge Schwierigkeiten vermieden.<br />
Suzanne fragte doch immer, ob das wohl not täte, daß ich die Püttinge am Großmast änderte &#8211; so viel zusätzliche Arbeit und so. Ich habe das ja vorgestern dann eben gemacht, für gut befunden und freute mich auch sehr darüber. Es ist noch ganz ungewohnt, an der Stelle so aufrecht durchzugehen.<br />
Gestern dachte ich mir dann: wenn schon neue Püttinge, dann kann ich auch welche von den neuen Wantenspannern einbauen.<br />
Ein Heiden-Kraftaufwand, wie sich gleich beim ersten herausstellen sollte. Man muß dazu ja das obere Teil, in welches  das Ende des Drahtseils eingeklemmt ist, aufdrehen. Nach dreißig Jahren, in denen die Siffe von oben hinein gelaufen, und alles verstopft hat, kein leichtes Unterfangen. Das schien richtig eingebacken zu sein, jedenfalls mußte ich alles an verfügbarer Kraft und Tricks aufwenden um zurande zu kommen. Anhalten und mit einem zweiten Schlüssel gegendrehen, und das alles an einem gelockerten, sich mitdrehenden Drahtseil.<br />
Schließlich begann es sich ein wenig zu bewegen. Innerlich jubilierte ich schon, dachte  jedoch gleichzeitig daran: wenn das beim zweiten auch so sein wird, na dann Mahlzeit. Und plötzlich, so schien es, rutschte einer der Schlüssel ab und fiel runter. Mitsamt dem unteren Ende des Wantenspanners. Lag da und ich traute meinen Augen erst nicht. Es war gebrochen. Zwischen den beiden Muttern, die aufzudrehen waren, brach das Teil einfach ab. Bei genauerer Betrachtung war zu sehen, daß die Bruchfläche schon auf zwei Dritteln rostig war, also schon seit längerer Zeit gebrochen. Nur ein einziges Drittel des Bolzendurchmessers war noch verblieben um jetzt zu brechen. Ich muß sehr blöde dreingeschaut haben. Nicht auszudenken, wenn das beim Segeln passiert wäre. Auf jeden Fall hätte es für erhebliches Unbehagen gesorgt.<br />
Jedenfalls tausche ich die Spanner der Unterwanten ebenfalls aus, in den nächsten Tagen &#8211; hatte doch noch in Marmaris, bevor ich von dort verschwand, einige Neue gekauft. Also Geschenk gemacht, genau so, wie schon bei den anderen Entdeckungen, die wir seit dem Herausheben gemacht haben. </p>
<p>Zwischen dem vorherigen Bild und heute hat sich anscheinend einiges getan. Ja, hat es. Und wir sind, was wir uns vorher so recht nicht vorstellen wollten, wie jedes der vorangegangenen Jahre auf dem Hartplatz. Nein, einmal war es nicht so. Aber die guten Plätze zwischen hier und dem östlichen Mittelmeer habe ich schon sehr gründlich kennen gelernt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sy-seraphina.com/2011/12/26/olhao-zum-fest/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Grund genug</title>
		<link>http://www.sy-seraphina.com/2011/10/25/grund-genug/</link>
		<comments>http://www.sy-seraphina.com/2011/10/25/grund-genug/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 10:02:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sy-seraphina.com/?p=413</guid>
		<description><![CDATA[Gut begründet, oder aufgrund wohlbegründeter Tatsachen könnte man
das nennen. Jedenfalls sind die Umstände, unter welchen man sein Boot
von unten sehen möchte, andere.
Das ist Gott sei dank schon Vergangenheit und die Jungs am Rio haben
das für mich wunderbar geregelt.
 
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gut begründet, oder aufgrund wohlbegründeter Tatsachen könnte man<br />
das nennen. Jedenfalls sind die Umstände, unter welchen man sein Boot<br />
von unten sehen möchte, andere.<br />
Das ist Gott sei dank schon Vergangenheit und die Jungs am Rio haben<br />
das für mich wunderbar geregelt.</p>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/22762788@N02/6279685236/" class="tt-flickr tt-flickr-Medium" title="CIMG0011"><img class="alignnone" src="http://farm7.static.flickr.com/6056/6279685236_7046de77ca.jpg" alt="CIMG0011" width="500" height="375" /></a> </p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sy-seraphina.com/2011/10/25/grund-genug/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Ohne Worte</title>
		<link>http://www.sy-seraphina.com/2011/04/15/ohne-worte/</link>
		<comments>http://www.sy-seraphina.com/2011/04/15/ohne-worte/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 11:45:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sy-seraphina.com/?p=410</guid>
		<description><![CDATA[Da liegen Yachten für hunderttausende eines Geldwertes,
poliert und herausgeputzt, teuerste Elektronik, Lazy Bags,
Biminis, glanzpolierte Edelhölzer. Festmacherleinen jedoch,
so alt und steif, dass man mit Leichtigkeit einen Meter da-
von aufrecht hinstellen kann, ohne dass sie um- oder in sich
zusammenfallen würde.
Eine ganze Rolle mit hundertzehn Metern einer guten, neuen
Leine haben wir gekauft, zum Preis einer dreißig Meter Fall.
Zwei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da liegen Yachten für hunderttausende eines Geldwertes,<br />
poliert und herausgeputzt, teuerste Elektronik, Lazy Bags,<br />
Biminis, glanzpolierte Edelhölzer. Festmacherleinen jedoch,<br />
so alt und steif, dass man mit Leichtigkeit einen Meter da-<br />
von aufrecht hinstellen kann, ohne dass sie um- oder in sich<br />
zusammenfallen würde.</p>
<p>Eine ganze Rolle mit hundertzehn Metern einer guten, neuen<br />
Leine haben wir gekauft, zum Preis einer dreißig Meter Fall.<br />
Zwei Stunden hinsetzen, für&#8217;s Ablängen und ein paar Aug-<br />
spleiße zu fertigen. Beim Aufrollen der alten Leinen – die Neuen<br />
sind so weich und mühelos um die Klampen gerutscht – wir<br />
mussten loslachen über so langen Geiz und Nachlässigkeit.<br />
Als die Alten weggebracht waren, betrachtete ich am Rückweg<br />
die Festmacherleinen  unserer teuerprotzglänzenden Nachbarn<br />
einmal genauer und konnte dabei nur noch den Kopf schütteln<br />
– ohne Worte, überall das Gleiche.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sy-seraphina.com/2011/04/15/ohne-worte/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Wasser im Herzen</title>
		<link>http://www.sy-seraphina.com/2011/04/11/wasser-im-herzen/</link>
		<comments>http://www.sy-seraphina.com/2011/04/11/wasser-im-herzen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 11 Apr 2011 16:35:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sy-seraphina.com/?p=407</guid>
		<description><![CDATA[Eigentlich wollten wir nun endlich den Rio rauf motoren. Samstag und Sonntag war
uns zu bewölkt und wir wollten ja schon eine schöne Sonnenfahrt. Mit der Flut um
die Mittagszeit hinaus.
Dann würgte der Motor wieder so unerträglich bei den ersten Umdrehungen. Kam
aber schliesslich zum Laufen und hörte sich auch gut an. Ich war früh dran mit dem
Startversuch, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich wollten wir nun endlich den Rio rauf motoren. Samstag und Sonntag war<br />
uns zu bewölkt und wir wollten ja schon eine schöne Sonnenfahrt. Mit der Flut um<br />
die Mittagszeit hinaus.<br />
Dann würgte der Motor wieder so unerträglich bei den ersten Umdrehungen. Kam<br />
aber schliesslich zum Laufen und hörte sich auch gut an. Ich war früh dran mit dem<br />
Startversuch, denn es sollte dann alles zügig laufen bei der Abfahrt. Nach dem<br />
Warmlauf zog ich den Ölmessstab und damit den Hauptgewinn des Tages: Gehen Sie<br />
 nicht über Los, legen Sie schon mal Geld bereit und ziehen Sie den Blaumann über!</p>
<p>Wasser im Öl, und das nicht zu knapp. Das Gleiche hatten wir schon mal am 27. März.<br />
Mit zwei Tagen Verspätung wollten wir auch da los, nach Osten zum Grenzfluss. Beim<br />
Motorstart schaffte dieser noch nicht mal eine Umdrehung. Schock-schwere-Not, was<br />
ist das denn. Es war der Gedanke des Navigators – keine Umdrehung des Motors – mal<br />
nach dem Ölstand zu sehen. Am oberen Ende des Messstabs das schwarze Öl zu sehen,<br />
der untere Teil jedoch bis zur Maximalmarkierung glasklar feucht und schmeckte nach<br />
Salz. Wie sich bald herausstellte, waren die Zylinder drei und vier randvoll mit Wasser,<br />
Zylinder zwei halbvoll. Eine schöne Sauerei gab das beim Abpumpen. Als der Diesel-Rudi<br />
trocken gelegt war und mit neuem Öl befüllt, lief er auch wieder anstandslos. Nach nur<br />
vier Stunden eigentlich abfahrbereit.</p>
<p>Und nun wieder. Dabei keine Erklärung, wie all das Wasser in das Kurbelgehäuse gelangen<br />
konnte. Also, wieder nicht abreisen, den Blaumann übergezogen und die Hände in die<br />
Pampe getaucht. Wir reden in diesem Fall wirklich von Pampe, denn im Gegensatz zum<br />
ersten Mal war der Diesel jetzt schon warmgelaufen. Neuerlich Wasser eingedrungen –<br />
unbemerkt &#8211;  mischte sich fleißig mit Motoröl. Die Pumpe machte das auch wirklich<br />
gründlich, denn dabei heraus kam: eine graue, dickliche Masse, von keiner anderen<br />
Pumpe mehr wirklich packbar. Ich könnte mir vorstellen, dass auf diese Weise Fensterkitt<br />
hergestellt wird.<br />
Es erforderte vier Stunden, um dieses kittähnliche Gemisch mittels zweier parallel<br />
arbeitender Pumpen abzu&#8230;&#8230;, nein, es war es war schon eher herausbetteln. Kipphebel<br />
und Ventilschäfte waren ebenso verschmiert. Hier konnte man mit einem Kaffeelöffel<br />
hantieren.<br />
Nach sechs Stunden neues Öl auffüllen, warm laufen lassen und danach nochmal Ölwechsel.<br />
Was dabei zum Vorschein kam, war immer noch grau und geschäumt, aber schon so<br />
dünnflüssig, dass es von der Handpumpe leicht bewältigt wurde. Wenig später war noch<br />
einmal frisches Öl warm gelaufen, doch diese Füllung blieb sauber, so sauber sogar, dass<br />
keine dunklen Rückstände mehr zu bemerken waren.</p>
<p>Was dabei aber wesentlich zu klären war: wie kommt das Wasser ins Öl? Wohl gemerkt,<br />
kein süßes Glykolgemisch, sondern Brackwasser, also eine Mischung aus Seewasser und<br />
dem der Flussmündung.<br />
Bei einer Zweikreiskühlung befindet sich nach dem Wärmetauscher ein Abgassammler.<br />
Darin wird Abgas mit Seewasser vermischt, um dann, um einiges gekühlt weiter durch<br />
Schläuche, Wassersammler und Schwanenhals nach außen geführt. Dass dabei nach abstellen<br />
des Motors Wasser zurücklaufen, oder gar bei den letzten Umdrehungen über die<br />
Auslassventile angesaugt werden kann, davon habe ich mal gehört, wußte aber nicht wie<br />
und warum.<br />
Die Lösung zeigte mir John auf, ein holländischer Händler, der zusammen mit seiner Frau<br />
vor zwanzig Jahren in Ayamonte hängen blieb und hier eine Ship Chandlery betreibt.<br />
„Deine Reparatur war zu gut, das System ist nun zu dicht“, sagte er. Gemeint war die<br />
Überholung unserer Seewasserpumpe. Seit dem ging absolut kein Tropfen des äußeren<br />
Kreislaufs mehr daneben. Knochentrocken sozusagen, geschlossener Kreislauf. Und das<br />
hat mich auch sehr gefreut. Da war nichts mehr mit Bilge auspumpen nach soundsoviel<br />
Stunden Motorlaufzeit. Aber eben auch so nicht so ganz perfekt.<br />
Abhilfe bringt nun ein kleines Vakuumventil, welches in die Leitung eingefügt wird.<br />
Dazu da, um nach dem Abstellen der Maschine die Wassersäule zu unterbrechen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sy-seraphina.com/2011/04/11/wasser-im-herzen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Zum Rio</title>
		<link>http://www.sy-seraphina.com/2011/04/03/zum-rio/</link>
		<comments>http://www.sy-seraphina.com/2011/04/03/zum-rio/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 03 Apr 2011 10:42:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sy-seraphina.com/?p=396</guid>
		<description><![CDATA[Um 23.00 am 21. März standen wir vor der Einfahrt zu Fluss, dem Rio Guadiana, so dachten
wir. Einfahrtstonnen, rot und grün, Blinklichter, alles klar, lass uns mal reinschauen,
vielleicht finden wir ja vor oder kurz hinter Ayamonte gleich ein hübsches Ankerplätzchen. 
Wie war das noch mit der Einfahrt und der Betonnung, und warum sind eigentlich keine
weiteren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Um 23.00 am 21. März standen wir vor der Einfahrt zu Fluss, dem Rio Guadiana, so dachten<br />
wir. Einfahrtstonnen, rot und grün, Blinklichter, alles klar, lass uns mal reinschauen,<br />
vielleicht finden wir ja vor oder kurz hinter Ayamonte gleich ein hübsches Ankerplätzchen.</span><span style="font-size: small;"> <span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><br />
Wie war das noch mit der Einfahrt und der Betonnung, und warum sind eigentlich keine<br />
weiteren Fahrwassertonnen zu erkennen? Genau an die Tonnen halten, denn links und rechts<br />
davon sind reichlich Sandbänke. Aha, Sandbänke, genau das Wort hat mir jetzt noch gefehlt.<br />
<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Zwei voneinander entfernt liegende dunkle Bereiche, von denen ein jeder der breite Fluss<br />
sein könnte, dazwischen Bereiche mit Massen an Lichtquellen und darin hinein gestreut,<br />
rote und grüne Blinklichter, wie wild durcheinander, vermeintlich an Stellen, wo sie eigentlich<br />
gar nicht sein sollten. Außerdem fehlt die Mauer, der Wellenbrecher, der die Mündung nach<br />
Westen abschirmt, mit rotem Blinklicht an der Kopfseite. In Verlängerung der Mauer, aber an<br />
Land ist der Leuchtturm, 51 Meter hoch, mit weißem Blinklicht. Das alles eigentlich nicht zu<br />
übersehen.</span></span><br />
<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Wassertiefe plötzlich nur noch zwei Meter. Gut, zwei Meter unter der Kielsohle, aber Land.Eins-fünfzig, eins-zwanzig, null-neunzig,  fünfzig, dreißig Zentimeter, gmmpf, aufgesessen. Wellen,<br />
Brandung, Welle und wieder frei. Zwanzig Meter weiter wieder fest. Wieder Welle, wieder<br />
frei. Verdammt, nichts wie rum und weg von hier. Und genau den Weg raus – wer&#8217;s glaubt – den<br />
wir rein sind.<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Das ist oberfalsch, irgendwas war uns da entgangen. Aber ein paar Minuten später<br />
sind wir raus, wieder in tieferem Wasser, die Wellen werden ruhiger – Glück gehabt.<br />
<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><br />
Bevor wir noch so einen halbseidenen Versuch wagen, mit Unkenntnis bei Nacht da einzufahren,<br />
entscheiden wir, bis zum Anbruch des Morgens auf und ab zu segeln. Keine rosige Aussicht,<br />
es bleiben noch über sieben Stunden bis Sonnenaufgang, der Wind hat zugenommen, aber es<br />
hilft ja nichts, andere vor uns mussten das auch schon machen. Bei Helligkeit löst sich das alles<br />
 wahrscheinlich wie von selbst.<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Jeder drei Stunden steuern, der andere kann ruhen. An richtigen<br />
Schlaf ist ohnehin nicht zu denken. Mit kleinen Segeln, nur nicht zu schnell, denn das Ganze<br />
müssen wir ja wieder zurück. Nach vier Stunden Wende. Der Wind hat weiter zugenommen, es<br />
steht schon eine ganz anständige Welle, nein, die Richtung hat er auch etwas geändert,<br />
jetzt müssen wir schon ein Dreieck segeln. Und gegen an ist jetzt schon ganz schön nass. Andererseits, da vorn dürfte schon Faro sein. Da könnten wir rein, gleich hinter dem<br />
Wellenbrecher ankern und bei Helligkeit wieder zurück.</span></span><br />
<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><br />
Weit vorn zu sehen ist eine Reihe kleiner Blinklichter, dann noch eine. So klein? Klein, oder<br />
weit weg, am besten ausweichen, landseitig liegen lassen. Ich habe noch zwei Stunden,<br />
schicke Suzanne runter und mich ans Steuerrad.<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Wieder Blinklichter, kleine, also weit weg,<br />
aber man sieht sie schon tanzen auf den Wellen, nicht darin verschwinden. Kleine Lichter,<br />
nah, Netze? Verdammt, rumpel, rumpel, „Scheiei&#8230;.!“ und übergelegt, und wieder zurück,<br />
und fest. Keine Fahrt mehr. Links und rechts vom Boot, vielleicht je fünfzig Meter entfernt:<br />
Blinklichter, ein weißes und ein grünrotes, etwas weiter weitere weiße. Fast gleichzeitig sind wir wieder vollzählig an Deck. Was tun? Die Wellen drücken uns nieder, das Netz hält feste, und die daran angebrachten Schwimmer rumpeln am Bootsboden, als wollten sie ihn zerschlagen. Geh runter, zerschneide das Halteseil, und dann mal sehen“, meint Suzanne. Kein Weg, das Seil ist wahrscheinlich ein Stahlseil und wenigstens einen Zentimeter stark. Trotzdem nehme ich den Fischhaken und versuche, das Seil zu fangen.<br />
Gelingt mir aber nicht. Das Boot legt sich immer weiter über, die Wellen drücken auch von<br />
hinten und so kommt es zu Bocksprüngen. Aber keiner reicht aus, um frei zu kommen.<br />
<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><br />
Der erste Mayday-Ruf meines Seglerlebens. Mann, ist das peinlich, und mir wird schlecht.<br />
<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><br />
Wir, die so-und-so, haben die-und-die Position und stecken in einem vermutlich Tunfischnetz.<br />
Der Mann am anderen Ende bleibt aber klar und fragt nach Details. Das war Radio Faro.<br />
Etwas später meldet sich Radio Lissabon, kaum zu verstehen, so schlecht ist die Verbindung,<br />
dann wieder Radio Faro. Vier, fünf Mal geht das so hin und her, dann verspricht man, ein<br />
Boot zu schicken.<br />
<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><br />
Warten. Nach einer Stunde des Schaukelns, Rollens und Rumorens sehe ich plötzlich, dass die<br />
Schwimmerreihe des Netzes nicht mehr unter dem Bootsheck, sondern ein paar Meter<br />
dahinter verläuft. Überraschung, Hoffnung, Unglaube.Unter dem Boden rumort es weiterhin,<br />
aber komisch sieht das schon aus.<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Nach weiteren fünf Minuten wird es still. Der letzte Schwimmer-        ausleger hat sich gelöst, wir sind frei. Letztlich hatte sich das Boot unter dem Druck der Wellen<br />
und des Windes so weit übergelegt, dass die Reling des erhöhten Achterdecks schon an der Wasseroberfläche anstand. Das muss bewirkt haben, dass das Boot frei kam, denn anders<br />
lässt es sich kaum erklären.<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Nun konnten wir die kleinen Segel einholen, dann starte ich den<br />
Diesel. Springt sofort an, läuft rund, Gang rein. Hört sich etwas seltsam an, aber kein Schlagen<br />
kündet von Unwucht und mit etwas mehr Gas nimmt das Boot Fahrt auf. Schwer zu glauben,<br />
aber es scheint alles heile. Sollen wir schon entwarnen? Nach ein paar Bootslängen Fahrt mit<br />
starken Rudereinschlägen – das Boot reagiert gut – greife ich wieder zum Funk, diesmal<br />
erleichtert.<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><br />
Eine halbe Stunde später bemerken wir ein Boot, das uns anscheinend folgt. Suzanne<br />
kümmert sich darum, und ich um die Position und einen neuen Kurs.<br />
<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><br />
Das Boot, es ist ein Life-Guard, wird uns schließlich in weiter Umfahrung zu Einfahrt der<br />
Lagune von Faro-Olhao geleiten. Dort, bei nun Wind 5 aus Südost, zwei Meter Wellen, die<br />
über dem flachen Grund höher werden, und ablaufender Tide herrscht direkt in der Einfahrt<br />
Brandung und vier Meter Welle.„<span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;">Es ist Eure Entscheidung“, sagen die beiden Vom Life-Guard.<br />
„Nach elf Uhr wird es wahrscheinlich ruhiger.“ Wir entscheiden, gegen diese Masse nicht<br />
mit lausigen 75 PS angehen zu wollen. </span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sy-seraphina.com/2011/04/03/zum-rio/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Yachten</title>
		<link>http://www.sy-seraphina.com/2010/12/28/yachten/</link>
		<comments>http://www.sy-seraphina.com/2010/12/28/yachten/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Dec 2010 21:51:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sy-seraphina.com/?p=386</guid>
		<description><![CDATA[
Yachten, seien sie auch noch so groß, mit vielen Backskisten, haben einiges zu tun,
wenn sie  Welle von der Seite haben.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a class="tt-flickr tt-flickr-Medium" title="Rolling_001" href="http://www.flickr.com/photos/22762788@N02/5301143642/"><img class="alignnone" src="http://farm6.static.flickr.com/5042/5301143642_26a827df5f.jpg" alt="Rolling_001" width="500" height="332";border:0; /></a></p>
<p>Yachten, seien sie auch noch so groß, mit vielen Backskisten, haben einiges zu tun,<br />
wenn sie  Welle von der Seite haben.</p>
<p><a class="tt-flickr tt-flickr-Medium" title="Rolling_002" href="http://www.flickr.com/photos/22762788@N02/5300828547/"><img class="alignnone" src="http://farm6.static.flickr.com/5202/5300828547_1273ca271e.jpg" alt="Rolling_002" width="500" height="332";border:0; /></a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sy-seraphina.com/2010/12/28/yachten/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Und dann raus</title>
		<link>http://www.sy-seraphina.com/2010/12/20/und-dann-raus/</link>
		<comments>http://www.sy-seraphina.com/2010/12/20/und-dann-raus/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 09:39:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sy-seraphina.com/?p=384</guid>
		<description><![CDATA[Leicht lädiert mit allerlei keinen Verletzungen lag ich nach unserer Ankunft in der Bucht von Gibraltar drei Tage mit Fieber herum. Das Liegen und Ruhen war aber insgesamt gut, so daß ich am vierten Tag schon wieder stark und frech war.
Was haben wir uns Gedanken gemacht, über diese Straße von Gibraltar, wie und zu welcher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leicht lädiert mit allerlei keinen Verletzungen lag ich nach unserer Ankunft in der Bucht von Gibraltar drei Tage mit Fieber herum. Das Liegen und Ruhen war aber insgesamt gut, so daß ich am vierten Tag schon wieder stark und frech war.</p>
<p>Was haben wir uns Gedanken gemacht, über diese Straße von Gibraltar, wie und zu welcher Zeit wir los müssen um da nicht stecken zu bleiben. Freunde befragt, Bootsnachbarn, im Netz rum gewühlt, gemessen, gerechnet, Tabellen gedruckt und verglichen. Schon in Aguadulce habe ich die Gezeitentafel von Gibraltar auf den Rechner geladen &#8211; natürlich ebenfalls auf das SmartPhone &#8211; einen Monat vorher, und für die ganze restliche Zeit des Jahres.<br />
Was dabei immer wieder Spaß macht, nicht nur britische Seekarten zu benutzen, sondern auch deren Pilot Books, worin, neben ausgezeichneter Beschreibung eben auch deren ureigenes Understatement zugrunde liegt. Da steht dann zum Beispiel über eine schwierige Passage, vor der schon mancher die Hosen voll hat: &#8220;… gerade schwierig genug um interessant zu sein&#8221;. Oder in unserem Fall: wenn alle Faktoren berücksichtigt, der Zeitpunkt gewählt und die entsprechende Strombahn, und Du bleibst trotzdem stecken, dann dreh ab und wirf hinter Punta Carnero den Anker in den Dreck, und denk noch mal über alles nach&#8221;.</p>
<p>Letztlich war alles einfach für uns. Wind genau aus Ost, zwei Stunden nach Hochwasser mit bereits westsetzendem Strom los, etwas mehr als eine Meile vom Land ab, und die Geschwindigkeit erreicht, die wir brauchten um rechtzeitig, vor Einsetzen des Gegenstroms Tarifa zu runden. Fast unglaublich, wie im Rausch, und das bei fast 14 Knoten, durch&#8217;s Wasser.<br />
Seit Tarifa ist alles neu, ein neues Meer, ein neuer Duft &#8211; Prost, lass die Gläser klingen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sy-seraphina.com/2010/12/20/und-dann-raus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Nach Gibraltar</title>
		<link>http://www.sy-seraphina.com/2010/12/19/nach-gibraltar/</link>
		<comments>http://www.sy-seraphina.com/2010/12/19/nach-gibraltar/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 19 Dec 2010 19:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sy-seraphina.com/?p=381</guid>
		<description><![CDATA[Grau, grau, alles grau, Grau in allen Stufen. Regen seit vielen Stunden und dessen Wasser läuft an den Ärmeln herab in die Handschuhe hinein, so dass die Finger bis zum zweiten Glied im Wasser stehen. Kalt, der Wind ist auch kalt. Von Hand steuern, denn der Autopilot macht das schon lange nicht mehr mit &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Grau, grau, alles grau, Grau in allen Stufen. Regen seit vielen Stunden und dessen Wasser läuft an den Ärmeln herab in die Handschuhe hinein, so dass die Finger bis zum zweiten Glied im Wasser stehen. Kalt, der Wind ist auch kalt. Von Hand steuern, denn der Autopilot macht das schon lange nicht mehr mit &#8211; kein Wunder bei den konfusen Wellen und wiederkehrender starker Böen. Dabei übersteuert er immer wieder, und zu lange, und säuft dabei den Strom aus den Batterien.<br />
Die Wellen ungefähr drei Meter hoch, ach, was sind schon drei Meter, in diesen Büchern liest man doch immer von sechs, acht, über zehn Meter hohen Wellen. Und da wird mir schon bei drei Metern mulmig. Egal, im Wellental ringsum gar nichts mehr zu sehen außer Wasser, nur noch Keller, die Wellen dann auch noch von allen Seiten, keine Richtung mehr, kein Rhythmus, jede neunte oder vielleicht auch zwölfte bricht und kommt über, daß das Vordeck &#8211; für Sekunden nur, aber es scheint endlos &#8211; unter Wasser verschwindet,   und somit sind mir drei Meter entschieden hoch genug.<br />
Hin und wieder trifft die Gischt einer an der Bordwand zerschellten Welle ins Gesicht. Seltsam genug, dieses Wasser ist warm. Der nächste Sprüh kommt vom Regen. Nieselregen, Platzregen, Sprühregen, langsamer Regen, schneller Regen. &#8220;Der Elektrische Mönch&#8221; von Adams kommt mir in den Sinn. Darin ein Lastwagenfahrer einhundertvier verschiedene Arten Regen erkennt. Für Stunden geht das so &#8211; oder wie lang &#8211; schon seit morgens, halb Sechs. Also schon den größten Teil des Tages.</p>
<p>Alle Stunde nun macht Suzanne eine Position und gibt den Kurs. Ein paar Meilen nach der Höhe Marbella meint sie, wenn&#8217;s nicht mehr gehe, könne ich den Hafen Banús ansteuern, aber acht Meilen entfernt. Was jetzt, weiter diesen unmöglichen Acker abfahren oder einen gemütlichen Hafen aufsuchen, unter die Mauer ducken und schlafen. Wir wenden und steuern den Hafen an, wenngleich, acht Meilen zurück ist nicht gerade eine beglückende Aussicht. Ob das die richtige Entscheidung ist? Der Himmel wird immer dunkler, Sicht immer magerer, vereinzelte Wolken berühren fast das Wasser, ziehen auf Höhe der Reling vorbei.<br />
Nach GPS etwa noch drei Meilen von der Hafeneinfahrt entfernt, weniger als eine Meile vom Strand, aber zu sehen ist nichts, kein Umriss, kein Strauch, kein Feuer. Nur Wasser in all seinen Zuständen, soweit das Auge …. aber weit reicht es ja eben nicht. So nah am Ufer wird mir das zu heiß. Schleunigst wenden wir wieder und begeben uns zurück auf Kurs Europa Point.<br />
Nach weiteren zwei Stunden bricht der Wind ab, von einem Moment zum anderen, als hätte jemand ein Tor zugeworfen. Wind weg, ausgeblasen, die Segel schlabbern. Zurück bleibt die empörte See und wir oben drauf. Der Wind, der weht und alles treibt &#8211; weg, nicht ein leisester Hauch. Das fühlt sich an wie ausgespuckt. Aber dann, mit einem Mal, ohne das was bläst oder treibt, in völliger Stille hebt sich die Wolkendecke, rasch nach oben, rasch voran und gibt, acht Meilen voraus, den Felsen frei. Gibraltar liegt direkt voraus, aber so richtig direkt &#8211; ein Hoch auf meinen Navigator.<br />
Nun gut, der Diesel wird&#8217;s schon machen. Das mag nicht so stilvoll sein wie unter Segel, aber mir ist es egal, da vorn liegt Gibraltar und ich werde mir das nicht eine Nacht lang, oder wie lange auch immer ansehen, romantisierend mich davor ergießen, ohne hin zu gelangen.</p>
<p>Eine Meile vor dem Leuchtturm dann setzt der Wind wieder ein, allerdings aus West, zehn Stunden früher als vorher gesagt, direkt auf die Nase und mit einlaufendem Hochwasser. Die Wellen sind so hoch und das Vordeck mit jeder Überkommenden vollständig überspült.  Diese letzte Meile, das Boot macht nur noch ganz wenig Fahrt voraus. Ich will unbedingt da rein.<br />
Ich hatte nicht die Kraft, zu sagen: Hey, jetzt laufen wir halb ab oder machen einen Schlag von zwei, drei Stunden Richtung Marokko und kommen dann in der Nacht mit halbem Wind zurück. Ich hatte auch gehörig Respekt vor dem vielen Verkehr und  dem Verkehrstrennungsgebiet und den verschiedenen gegenläufigen Strömungbahnen in der Straße.<br />
Beim nächsten Mal aber würde ich etwas in der Art unternehmen. Man muß die Reserven auspacken können.</p>
<p>Fast drin, oder wenigstens schon in der Zielkurve, viel zu spät erkenne ich im Augenwinkel die Gefahrentonne, &#8220;Südlich Umfahren&#8221;, dann aber sofort ist direkt voraus deutlich das hellgrüne Wasser zu sehen. Heiliger Bimbam, betrifft das auch uns, oder nur die Großen? Inzwischen ist das Wasser unter uns auch schon hellgrün. Die Untiefe hat stellenweise nur drei Meter, unser Tiefgang zwei-dreißig, die Wellen haben über zwei Meter. Also, dabei bedacht, daß eine Welle mit zwei Meter Höhe einen Meter rauf und einen runter geht, ergibt: zu wenig. Im gleichen Moment berührt, verfängt oder bremst etwas die Schraube, ein Geräusch oder Druck, als säßen wir auf geht durch das Boot und wie zur Bestätigung dreht der Bug mit dem Wind weg, das Ruder reagiert nicht mehr. Vom Motor ist bei all dem Gesamtlärm nichts mehr zu hören. Gang raus.<br />
Durch all den Lärm schreie ich einen Befehl, mehr zu mir selbst: &#8220;und laß Dir bloß den Einholer nicht ausrauschen.Ganz sachte nur nachgeben.&#8221; Was heißt schon Sachte bei all dem Tumult. Dabei scheint der Leuchtturm oder vielmehr der ihn tragende Felssockel schon größer zu werden.<br />
Im gleichen Moment greife ich zur Steuerbord Schot und zerre ein Drittel des Vorsegels aus dem Wickel. Sofort steht es back, der Bug wird zurück gedrückt. Nun steht der Wind von der richtigen Seite, das Ruder greift. Die Schot dichtgekurbelt, mit  dem Steuerrad gegen gehalten, das Boot neigt sich, nimmt Fahrt auf und in dem Moment schreit Suzanne: &#8220;Ich hör den Motor wieder&#8221;.<br />
Irgendeine Hand greift zum Hebel, gibt viel Gas und damit schiebt noch einer mehr zum Moment. Na also, geht doch, war irgendwie alles blitzschnell und genau das Richtige. Noch eine weitere Meile, dann sind wir im ruhigen Wasser. Der Regen hält an. Keine Frage, Gibraltar bekamen wir nicht geschenkt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sy-seraphina.com/2010/12/19/nach-gibraltar/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das wars dann also</title>
		<link>http://www.sy-seraphina.com/2010/11/25/das-wars-dann-also/</link>
		<comments>http://www.sy-seraphina.com/2010/11/25/das-wars-dann-also/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 25 Nov 2010 20:07:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sy-seraphina.com/?p=378</guid>
		<description><![CDATA[Seit zwei Wochen warten auf Wind. Jetzt kommt er, allerdings nur für 26 Stunden
und die wollen genutzt sein. Bis zum nächsten Ost braucht es vermutlich dann
wieder drei Wochen. Aguadulce bleibt zurück, die Leute hier sind schon wieder
ans Herz gewachsen, verdammt. Das gab fast eine große Verabschiedung.
Wir beginnen wieder von vorn.
Der Atlantik ruft nun schon deutlich. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit zwei Wochen warten auf Wind. Jetzt kommt er, allerdings nur für 26 Stunden<br />
und die wollen genutzt sein. Bis zum nächsten Ost braucht es vermutlich dann<br />
wieder drei Wochen. Aguadulce bleibt zurück, die Leute hier sind schon wieder<br />
ans Herz gewachsen, verdammt. Das gab fast eine große Verabschiedung.<br />
Wir beginnen wieder von vorn.<br />
Der Atlantik ruft nun schon deutlich. Keine Fehler jetzt.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sy-seraphina.com/2010/11/25/das-wars-dann-also/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Back In The Track</title>
		<link>http://www.sy-seraphina.com/2010/11/07/back-in-the-track/</link>
		<comments>http://www.sy-seraphina.com/2010/11/07/back-in-the-track/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Nov 2010 19:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lukas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sy-seraphina.com/?p=375</guid>
		<description><![CDATA[Getan und mache das noch, was notwendig ist. Unterwasserbereich alles frisch, aber das müßte wirklich mal gesandstrahlt werden. Überwasser außen herum, soweit es meine Sorgfalt zuläßt, geschliffen und neu gestrichen. Neues Grün. Schablonen für Schrift und Graphik gefertigt, und doch muß dann alles noch von Hand ausgemalt werden. Auf daß ich eine ruhige Hand bewahre. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><!-- p { margin-bottom: 0.21cm; } --><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Getan und mache das noch, was notwendig ist. Unterwasserbereich alles frisch, aber das müßte wirklich mal gesandstrahlt werden.</span></span> <span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Überwasser außen herum, soweit es meine Sorgfalt zuläßt, geschliffen und neu gestrichen. Neues Grün. Schablonen für Schrift und Graphik gefertigt, und doch muß dann alles noch von Hand ausgemalt werden. Auf daß ich eine ruhige Hand bewahre. Keine Extras.</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Als würde es nie fertig, nie ist es genug, wie es scheint. Für Dienstag einen Lifttermin ausgemacht, jedoch kommt jetzt zum Wind noch Regen, das gefällt der Farbe gar nicht. Dienstag wieder abgesagt.</span></span> <span style="font-size: medium;"></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-size: small;">Um 02.30 von einer starken Bö erwacht, es hat irgendwie gerumpelt. Das Dinghi, bisher flach auf dem Vordeck gelegen, aber nicht mehr festgelascht, liegt jetzt unten, neben dem Boot auf dem Kiesplatz, richtig herum. Ein Flug von, sagen wir mal, gesamt sechs Metern und dann krach auf den Platz, das gab sicherlich mehr als nur einen Kratzer.</span></span></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sy-seraphina.com/2010/11/07/back-in-the-track/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

