Seewasserpumpe
„Ich habe irgendwann eine Neue gekauft, darum wirst Du einfach nicht herum kommen“, meinte
unser Freund aus Zürich. Weiter mit der ständigen Leckage zu fahren, sei auch keine Lösung.
Die Pumpe hat schon leicht geleckt, nachdem der Motor in der Türkei wieder instand gesetzt war.
Mit der Zeit immer mehr, und schließlich musste nach längerer Motorlaufzeit aus der Bilge abgepumpt werden. Lästig allemal.
In Cádiz war Zeit für all solche Kleinigkeiten, also nahm ich an einem dieser Tage auch die Seewasserpumpe ab und zerlegte sie. Die beiden Simmerringe sahen im Prinzip nicht so schlecht aus, konnten aber ihrer Bestimmung nicht mehr nachkommen, da die Welle schon abgenutzt war. Eine Nachfrage bei der örtlichen Werkstatt nach dem Preis einer neuen Pumpe ergab – dass ich mich erst
mal auf den Hintern gesetzt habe. Ich wollte doch nur so eine kleine Pumpe, ein simples Teil eigentlich, ohne grosses Drumherum. Der Mechaniker machte mir auch wenig Hoffnung, dass, wenn ein Reparatursatz zu besorgen wäre, dieser soviel billiger wäre wie eine ganze Pumpe. Aber dann waren da Feiertage und die Leute bei den entsprechenden Händlern nicht erreichbar.
Also nahm ich die Pumpe beim nächsten Flug mit nach Deutschland und fragte bei einem Händler dort nach den Preisen. Dies ergab einmal, dass die Pumpe auch dort auf den Cent genau so viel kostet wie in Spanien, und andererseits, dass der Reparatursatz einfach zu besorgen und 300 Euro weniger kostet als das komplette Teil.
Das Umbauen mit den neuen Ersatzteilen ist dabei ein Kinderspiel.




