sind so kleine Hände
Sind gar nicht so klein, aber darf man trotzdem nicht drauf hauen. Und was mache ich, stoße mich, ziehe mir Holzsplitter (verdammtes, ungeliebtes Holz es traktiert mich auch noch) unter die Haut und Cutterklingen durch die selbige. Mit dem Hammer schon mal daneben gehauen, also auf die Hand daß die Knochen quietschen. Ausgetrocknet und rissig schmerzen die Hände den ganzen Tag und nachts, wenn ich erwache. Zu allem Überfluß auch noch mit der Flex ein kleines Stück Oberschenkel raus geschliffen. Erschöpft und aufgedreht gleichzeitig, der Termin rückt näher und ich erwache wieder um halb Fünf – vergiß die Nacht, wer braucht schon Schlaf.
Viel geschafft in den letzten Wochen und noch vieles zu tun. Die 111 Kleinigkeiten summieren sich immer mehr zur Million, sind ja immerhin Wichtigkeiten.
Man sagt mir: “…wann immer ich wolle”, aber auch, “besser ist erster März”. Das ist ja morgen, also um genau zu sein, heute ist Freitag und morgen – oh Mann, morgen geht´s in´s Wasser. Aber es wird auch wirklich Zeit. Es könnte ja, wenn ich den Yücel treffe, er seine Meinung ändern und sagen: “Jetzt!”. Egal, ich lasse ohnehin dann die Fetzen fliegen.
Denn das jetzt ist ja kein Zustand mehr. Den ganzen Tag drücke ich mich rum – mit Dingen, die sicher wichtig sind, aber es ist doch rumdrücken. Da kann man noch Sachen machen: schneiden, bohren, schleifen, malen. Sicher, alles wichtig und die Zeit bis zum Rückflug läuft auch schon wieder. Aber es ist auch die Aussicht auf einen Zustand, der einen in die Lage versetzt, bei Bedarf ablegen zu können. Ablegen, und wenn es drückt, sogar die Festmacherleinen zurück zu lassen. Rückhaltlos losfliegen.



