Riss der SY Seraphian
SY-Seraphina

Der Erste, oder wie eine Idee wirklich wird

Abgelegt unter: Allgemein — Lukas 28. Januar 2007 @ 15:36

ankunft02.JPG“Planen kann man viel, aber im Endeffekt kommt alles anders als man gedacht hat” lese ich da gerade auf auf einer Seite, zum Beginn einer Reise. Das gilt auch schon für das was vor der Reise, unserer Reise ansteht. Geplant war, daß ich im Herbst zu unserem Boot reise um die Renovierung zu machen. Da kamen zwei Monate Arbeit in Australien dazwischen, was aber finanziell sehr förderlich war. Geplant war auch, daß bis zum Herbst das Boot entsprechend frei auf dem Hartplatz steht und eine wetterfeste Einhausung drumherum gebaut wird, damit schon mal alles im Trockenen steht.

Als ich hier ankam war das Boot vollkommen eng eingeparkt und die “Einhausung” bestand aus ein paar Röhrchen und einem Plastikfetzen, der mehr oder weniger drüber gespannt war. An Ausreden, warum dies und jenes nicht möglich war, fehlte es nicht. Und außerdem war da die Feststellung, daß das was ich mir vorgestellt habe nun nicht mehr möglich sei. Travellift käme keiner mehr durch und weiterer Platz sei ja auch keiner, um Boote zu versetzen.

Ich verwendete eine ganze Woche mit reden, reden mit allen möglichen Leuten, die irgendeinen Einfluß auf das Geschehen haben könnten, um die Versetzung der Boote zu erreichen. Eine weitere Woche brauchte es, um die Einhausung zu erwirken. Das Ergebnis schließlich entsprach nicht so sehr meiner Vorstellung von wetterfest und auch nicht der angepriesenen Qualität und Ausführung, aber na ja, vielleicht reicht es ja. Beim ersten frischen Wind flatterte viel und anschließende Regen brachten mir viel Arbeit mit abdichten und drücken von Wassersäcken.

dsc05930.JPGUnd heute morgen kam dann der richtige Wind. Gemessene Stärke um 7, mit Böen um 8. Als die windige Konstruktion dann das Nachbarboot bedrängte, schnitt ich alle Plastikfolien raus und unter Mithilfe von zwei Wachleuten wurde das Restgestell am wegfliegen gehindert. Die Reste bieten einen traurigen Anblick.